So planst du ein Hochzeits Styledshoot

Styledshoots sind für dich als Hochzeitsfotograf oder Videograf eine super Möglichkeit um dein Portfolio zu erweitern oder nach deinen Wünschen zu gestalten. Wenn du Glück hast und alles gut läuft, ist es außerdem sehr gute Werbung und auch eine Art von „Beweis“ für deine gute Arbeit, wenn der Shoot veröffentlicht wird auf einem Blog oder in einem Hochzeitsmagazin. Doch wie plant man überhaupt ein Styledshoot? Was ist denn wirklich alles nötig und woher bekommst du die ganzen Dinge? Heute erzähle ich dir ein wenig wie wir unsere Styledshoots planen und worauf du achten musst, damit du wirklich tolle Dienstleister ins Boot bekommst die dein Styledshoot zum Erfolg machen. Bei so einem Shoot arbeiten alle kostenlos bzw. für die Fotos. Jeder bekommt die Fotos und wird immer verlinkt oder genannt. So profitieren alle von der Werbung.

Aller Anfang ist das Moodboard

Bei mir startet die Styledshoot Planung IMMER, wirklich immer mit dem erstellen des Moodboards. Ein Moodboard ist meistens eine A4 Seite mit Ideen und einer Stilrichtung. Darin werden grob Thema, Farbkonzept und Umgebung des Styledshoots gezeigt damit sich jeder vorstellen kann in welche Richtung es geht. Meistens browse ich durch Pinterest auf der Suche nach Ideen und überlege mir, was ich in meinem Portfolio zeigen möchte. Wenn eine Idee gefunden ist, die sich bei uns umsetzen lässt, erstelle ich eine Pinnwand und pinne alles passende zum Thema. Torten, Kleider, Papeterie, Locations, Dekoration, Blumensträuße. Einfach alles das passen könnte. Achte dabei darauf ein einheitliches Farbkonzept zu wählen. Es gibt auf Pinterest dazu passend bereits Pins, die wie ein Moodboard aufgebaut sind und auch die Farben zeigen. Am Anfang kann dir das eventuell helfen. Aus den Pins erstelle ich dann in Photoshop eine A4 Seite als Moodboard oder ich schicke direkt den Link zum Moodboard.

Welche Dienstleister brauchst du für den Styledshoot?

Ist das Moodboard erstellt, kommt als nächstes eine Liste welche Dienstleister ich benötige. Da wir meistens Styledshoots mit einem Brautpaar und einem Tisch mit 2-6 Plätzen zeigen, passt folgende Liste recht gut:

  • Floristik für Brautstrauß, Anstecker & Tischdekoration
  • Brautkleid & Anzug
  • Ringe
  • Papeterie
  • Dekoration
  • Torte
  • Location
  • Brautpaar
  • Make-up & Hairstylist

Wenn du jemanden findest, ist es immer am einfachsten mit einem Weddingplaner zu arbeiten. Weddingplaner kennen bereits viele Dienstleister und Locations und sind Profis im planen. Wir haben allerdings auch schon oft Styledshoots ohne Weddingplaner organisiert. Die Planung startet meistens mit der Location. Für mich persönlich ist das auch der schwerste Punkt. Gerade im Sommer kannst du auch Styledshoots im „Elopement“ Stil planen die ohne Dekoration und Tisch auskommen – diese werden allerdings seltener von Blogs und Magazinen veröffentlicht.

Dienstleister & Models finden

Der Knackpunkt ist oft Dienstleister und ein Brautpaar zu finden die mitmachen möchten. Hier googeln wir einfach, telefonieren, schicken Emails oder schreiben jemanden über Instagram an. So hat es bisher immer ganz gut geklappt. Lass dich nicht direkt entmutigen, wenn jemand nicht mitmachen möchte. Das ist Ok, vielleicht benötigt jemand keine weiteren Fotos oder Werbung. Such eher nach neuen und kleinen Dienstleistern die froh über Support sind.

Koordination am Shooting Tag

Erstelle einen Zeitplan für den Ablauf des Shootings. Bedenke dabei das Styling für die Braut ca. 2 Stunden braucht. Solange kann die Deko aufgebaut und fotografiert werden. Nütze die Zeit um bereits alle Details festzuhalten in Ruhe. Oft bekommst du in Locations nur eine gewisse Zeit die Räume zur Verfügung und musst deswegen die Zeit gut einplanen. Ein kleiner Tipp: Je weniger Leute anwesend sind, desto besser. Oft möchten Dienstleister mit an den Shoot, was auch verständlich ist. Versuche aber so wenig Personen wie möglich vor Ort zu haben. Es reicht eigentlich, wenn neben dem Brautpaar die Stylistin da ist und jemand der Dekoration macht, außer du machst das selbst. Erstell dir eine Liste oder einen Ordner mit Fotos, die du machen möchtest. Gerade beim ersten Mal, verlierst du hier gerne den Überblick und vergisst Dinge wie Ringe oder Papeterie zu fotografieren. Kläre je nachdem vorher ab ob es spezielle Wünsche gibt von den Dienstleistern.

Nach dem Shooting – Magazine, Blogs, Namensnennung

Neben der Bearbeitung der Fotos hast du jetzt nochmal zu tun, wenn du alles alleine geplant hast. Erstelle eine Word-Datei mit Namen, Webseiten und Social Media Profilen von allen Beteiligten. Lade 50-80 Fotos in eine schöne Galerie und such nach Magazinen und Blogs für die Veröffentlichung. Gehe hier nach Größe und Einfluss in deinem Umkreis vor. Je nachdem wo und was du erreichen möchtest, können unterschiedliche Dinge nützlich sein. Für eine Online Reichweite bringt ein großer Blog mehr als ein Magazin. Für das „Ansehen“ gedruckt worden zu sein, ist ein Printmagazin toller. Kommuniziere von Anfang an allen Dienstleistern das die Veröffentlichung etwas Zeit braucht. Bis du Klarheit hast, dürfen keine Fotos gepostet werden. Wirst du für eine Veröffentlichung angenommen müssen die Bilder solange geheim bleiben bis das Magazin oder der Beitrag raus sind. Erst dann darfst du etwas posten. Ich empfehle dir die Fotos auch erst dann endgültig an alle zu schicken. Es gibt sonst immer jemanden der sich nicht daran hält aus Erfahrung. Verschicke auch immer die Liste mit allen Dienstleistern und weise nochmals darauf hin bitte immer alle zu markieren. So profitieren alle gleich.

Wenn du zufrieden mit deinen Dienstleistern warst, hinterlass doch eine Bewertung auf Google oder auf Facebook für sie. Sie werden sich freuen und dich ebenfalls bewerten.

 

Hast du noch Fragen zu Thema Styledshoot? Schreib gerne einen Kommentar oder eine Email

Die ganze Galerie zum Styledshoot findest du HIER

Styledshooting für Hochzeitsfotograf

Mountain-Wedding-Moodboard

 

 

 

 

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