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Hochzeitsfotografen Workflow

Hochzeitsfotos bearbeiten kostet ziemlich viel Zeit. Du fotografierst bis zu 5000 Bilder an diesem Tag die alle erstmal gesichert, sortiert, bearbeitet und schließlich ausgeliefert werden wollen. Wir fotografieren oft mit zwei Kameras, wenn Simon und ich beide als Fotografen gebucht sind. Die Datenmenge ist dann einfach unglaublich. Wie wir es trotzdem schaffen, unseren Paaren die Fotos innerhalb von 2 Wochen zu liefern ohne dabei in Stress auszubrechen oder Nächte lang am PC zu sitzen, verraten wir dir heute hier.

Workflow – vor der Hochzeit

Wenn du mit zwei Kameras arbeitest, vergiss nicht die Uhrzeiten beider Kameras identisch einzustellen. Das kann ziemlich nervig sein sonst, weil dann deine Fotos durcheinander sind hinterher. Mit was für Speicherkarten zu arbeiten möchtest, ist persönliche Vorliebe. Wir haben arbeiten mit 64GB Karten und wechseln meistens maximal einmal während der Hochzeit die Karten. Simon macht tendenziell mehr Fotos als ich. Da musst du für dich herausfinden ob du lieber mit weniger großen Karten arbeitest, oder lieber öfter wechselst.

Die Sicherung der Hochzeitfotos

In dem meisten Fällen sichern wir unsere Karten Zuhause. Unterwegs ist uns das meistens zu riskant. Der Laptop steht irgendwo und es rüttelt immer wieder am Kabel. Meistens hängen wir die ersten Karten direkt ans Lesegerät wenn wir nach Hause kommen und lassen diese über Nacht erstmal auf den PC speichern. Gerade wenn wir auch Video Material haben, kann es gut sein, dass nicht alle Fotos aufs Macbook passen, dann lagern wir schon die erste Ladung auf externe Festplatten aus. Vor die Sortierung beginnt, werden dann alle RAW´s komplett auf einer externen Platte gespeichert. Dazu verwenden wir vorerst ganz normale tragbare Festplatten. Erst nach Abschluss von allem wird alles nochmal auf das große externe Speichersystem gelagert.

Das Sortieren der Fotos – schnelle Entscheidungen & schnelle Programme

Viele Fotografen jammern immer über das aussortieren der Fotos. Dabei ist es hier einfach nur wichtig, dass du 1. ein schnelles Programm hast – und Lightroom zählt dazu definitiv nicht – und 2. schnell entscheidest. Wir sortieren alle Fotos mit Photomechanic bevor sie in Lightroom importiert werden. Dabei wir erstmal nach erstem Eindruck sortiert. Es bleiben dabei noch teilweise doppelte Fotos von Gruppen oder besonderen Momenten da. In einem 2. Durchgang checken wir Details wie die Schärfe oder ob alle die Augen offen haben bei Gruppenfotos. Nach dieser Reduktion sind wir meistens von 3000-5000 auf maximal 600 Fotos unten. Diese werden dann in Lightroom importiert und auch im Katalog gespeichert (also kopieren beim Import).

Die Bearbeitung der Hochzeitfotos

Für die Bearbeitung verwenden wir spezielle Presets die es ja zurzeit eh an „jeder Ecke“ zu kaufen gibt. Wir haben 2-3 Presets auf unsere Wünsche angepasst, die wir immer verwenden. Achte darauf nicht wild zu mischen und versuche eine Linie in deiner Bearbeitung einzuhalten. Wir legen dann immer in Gruppen die Presets über Fotos. Also immer eine Gruppe mit selben Lichtverhältnissen – zB. alle Getting Ready Fotos. Dann wird jedes einzelne Foto nochmals angepasst in Belichtung und Farbkorrektur. Außerdem bekommt jedes Foto, wenn nötig einen Zuschnitt, dabei richten wir die Bilder auch halbwegs gerade mit Linien und dem Horizont aus. Dieser Teil des Workflows nimmt bei uns am meisten Zeit in Anspruch.

Export und Auslieferung der Fotos

Aus Lightroom exportieren wir 2 Größen an Fotos auf den Desktop. Einmal JPEG volle Größe und einmal Web Größe in einen separaten Ordner. Die volle Größe wird dann auf den USB fürs Brautpaar kopiert, die Web Größe wandert in die Online Galerie fürs Paar. Die bearbeiteten JPEG Dateien speichern wir ebenfalls nochmal auf der Festplatte für eine Weile. Danach bleiben aber nur die RAWS und die sortierten Fotos in Lightroom dauerhaft gespeichert. Die ursprünglichen Bilder speichern wir deswegen, weil dem Paar zB. mal ein Gast fehlt, den wir übersehen haben oder eine andere Situation, die von uns aussortiert wurde. So kann man immer nochmal nachschauen ob noch Material vorhanden wäre.

 

Um Zeit zu sparen legen, wir alle Export und Import Vorgänge auf Zeiten die wir nicht am Rechner sitzen. Dabei ist außerdem wichtig, wenn der Rechner sonst nichts tun muss und du immer nur von einem Ort zum nächsten speicherst. Wir haben festgestellt, dass von Lightroom direkt auf Festplatten exportieren wesentlich länger dauert, als zuerst auf den Schreibtisch zu exportieren und von dort dann erneut zu kopieren. Achte beim Kauf von Speicherkarten, Festplatten und USB´s außerdem auf die Schreibgeschwindigkeit. 

Hast du Fragen zu unserem Workflow? 

 

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